Slowenien 2003
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  Die Baghira vor dem Bohinjsko Jezero
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Diesmal brachte uns unsere Oktober-Motorrad-Abschlußtour nach Slowenien.
Wir wollten uns am Donnerstag abend (2.10.2003) auf dem hintersten Zeltplatz am Bohinjsko Jezero treffen.

Wir schafften es auch, aber nicht ganz in der geplanten Zeit. :-)

Ronny, Franz und Alex fuhren schon einige Tage voraus.
Sie besuchten unsere Bekannten in Rumänien (Proden). Über Serbien und Bosnien kamen sie nach Slowenien und waren noch rechtzeitig am See, um vor dem Abendbrot noch die Zelte aufzubauen.

Lars hat seine BMW von Zwickau aus an einem Tag nach Slowenien fliegen lassen. Obwohl die BMW eigentlich einen großen Tank hat, musste er mehrmals tanken.
Tja, Kraft kommt halt von Kraftstoff. ;-)
Auch Lars war noch pünktlich da.

Grenzübergang Fichtelberg

Die Motorrad-Fahr-Genießer-Truppe hatte sich etwas mehr Zeit genommen und kam bedauerlicherweise erst nach dem Abendbrot.
(Wobei das Bedauerlichste nicht das verpasste Abendbrot, sondern die spitzen Bemerkungen von Franz waren, der - ausnahmsweise mal - pünktlich da war! <grrr>)

Aber nun erstmal von vorn: Ronny und ich starteten an einem kalten, aber sonnigen Morgen über den Fichtelberg nach Pilzen.

Blick Richtung Böhmen

In Plzen warteten wir auf André, der erst noch mit dickem Nebel und tschechischen Umleitungen fertig werden musste.

Die Innenstadt von Plzen ist angenehm belebt und nahe des zentralen Marktplatzes gibt es auch einige gute Gaststätten. Endlich gab es mal wieder böhmische Knödel zu essen! Lecker, lecker!

Für geh-faule Besucher gibt es auch Droschken mit schönen weiblichen ...

Weiter ging es nach Budweis, ins märchenhaft schöne Schloß Hluboka. Wenn man den kurzen, aber empfehlenswerten Rundgang im Schloß mitmacht, hat man den Eindruck, daß die Herrschaften des Schlosses die Räume gerade mal kurz verlassen haben und hier immer noch wohnen. (Innenansicht)

Am Südrand von Budweis liegt günstig rechts abseits der Fernstraße ein relativ ruhiger Zeltplatz. In der nahegelegenen Gaststätte mussten wir wieder feststellen, dass man leider nicht so viel essen kann wie man möchte. Irgendwann ist einfach Schluß und so musste ich meinen übelst guten Palatschinken zur Hälfte liegenlassen - schnieff! ;-)

Nachdem André beim Frühstück neben Wallnußbrot und Käse eine Kleingarten- ernte an Gemüse aus seinen Seitentaschen gezaubert hat, hatten wir schon Angst er wäre unter die Vegetarier gegangen. :-)
Nach einer reichlichen Dezimierung der Vorräte starteten wir wieder "Richtung Süden - der Sonne entgegen..".

Wir durchquerten Österreich auf der Landstraße.
Das war keine so gute Idee. Die Strecke über Freistadt, Linz, Lambach nach Gmunden am Traunsee sollte man lieber über die Autobahn zurücklegen. Es gibt viel Stadtverkehr und Stau und die Straßen sind auch langweilig.


Doch so ungefähr ab Bad Ischl wird die Strecke dann richtig schön. Nach einer halben Umrundung des Hallstätter Sees, geht es mit etlichen Serpentinen bergauf. (Achtung: diese Strecke ist nachts für Motorradfahrer gesperrt.)
Dann ging es über den Sölkpass: so macht Motorradfahren Spaß.
Weiter über Murau nach Predlitz und hoch auf die Tucharer Höhen Die Tucharer Höhen ( André und ich)

Mit den Tucharer Höhen haben wir die Wetterscheide überquert. Bei der Abfahrt vom Pass wird es mit jedem Kilometer spürbar wärmer.

Wegweiser zum Zeltplatz am See Wir mußten ganz schön am Gas drehen, denn wir hatten noch einige hundert Kilometer bis zu unserem Etappenziel zu fahren und bereits jetzt keine Chance mehr, bei Tageslicht anzukommen.
Bad Kleinkirchheim -> Feldkirchen -> Klagenfurt. Bei Dämmerung fuhren wir die schöne Strecke hoch zum Loibltunnel. Bled -> Bohinjka Bistrica (leider alles im Dunkeln) -> Bohinjska Jezero.

Am Morgen lag das Tal im Nebel. Erst bei der Fahrt auf den Berg Vogel zum Frühstück konnten wir sehen, in welchem beeindruckenden Tal wir uns befanden. Diese Gegend ist wirklich sehenswert. (Lars beim Angeln) Seilbahn zum Berg Vogel Blick auf den Bohinjsko Jizero Skigebiet auf dem Berg Vogel

Ist das nicht ein schöne Baghira? Am Freitag, den 3. Oktober konnten wir vom sonnigen südlichen Wetter nicht viel bemerken. Die Landschaft war schön und es gab wenig Verkehr, aber das immer schlechter werdende Wetter war einfach Mist. (Wir packen zusammen.)

Auch Alex hat mal die Suzuki Marauder ausprobiert. Er war tiefbeeindruckt - beeindruckt, dass André dieses Motorrad auf diesen Strecken auf der Straße hält. Wir sind alle gespannt, ob André auf der nächsten Tour mit einer andere Maschine dabei ist. ;-)

Zum Glück gibt es auch hier, mitten im slowenischen Wald, gute Gaststätten. Gemeinsam mit Alex habe ich eine Platte mit Meeresfrüchten verspeisst, mit der wir sehr zufrieden waren. ..ja, ja, lacht nur, gutes Essen gehört für mich zum Urlaub halt dazu.
B-)
...Rechnung für sieben Personen.

Im Hintergrund: ein Panzertransporter in Slowenien Das nächste Etappenziel war Postojna. Erstaunlicherweise konnten wir in dieser Touristenhochburg nicht sofort eine Unterkunft für sieben Personen finden, abgesehen von den noblen Hotels. Aber mit etwas Beharlichkeit hatten wir doch noch Glück. Wir suchten ein Weile vergeblich das Nachtleben und landeten endlich in einer Pizzeria. Hier wurde uns dann ein gar köstlicher und gefährlicher Kräuterschnaps verabreicht - Ronny's Geburtstag sei dank!

Am Samstag, den 4. Oktober mussten wir dann bereits Abschied von den Fernreisenden nehmen. Ronny, Alex und Franz verzichteten auf den Besuch in der Postojna Hölle, um schnell weiter Richtung Norden zu fahren. Auf dem Parkplatz von der Höhle, ein gar weit Gereister...
Die Höhle von Postojna übertraf meine Erwartungen. Nachdem ich schon einige Höhlen gesehen habe, war es trotz der gut organisierten Touristen-Massenabfertigung ein beeindruckendes Erlebnis. Die meisten Strecken fährt man per Zug durch die unterirdische Welt (30 sec. Video - ca. 3MB ).
Die Burg bei Postojna


Auf Schotterpisten ging es - von Lars gut geführt - weiter durch den Wald bis zu einer der Eishöhlen. Sind die beiden nicht lustig?

Nach dem Schotter sputeten wir uns zurück in den Triglav Nationalpark, entlang dem Fluß Soca.

An der Socca konnten wir gerade noch die Zelte aufbauen bevor der Regen kam ... und nicht wieder ging. Am Morgen packten wir im Regen unsere Zelte ein und fuhren durch das Tal der hundert Wasserfälle Richtung Mangart. Der Regen machte die vielen versteckten Wasserfälle sichtbar und richtig imposant. Leider gibt es davon keine Bilder.
Die Straße zum Mangart war von Wasser und Geröll überspült. André musste deshalb vorzeitig aufgeben und wartete inzwischen am Grenzübergang Predl Pass auf uns.
Der Regen wurde zu Hagel und Schnee und die Straße immer glatter. (auf dem Gipfel)

Auf dem Predl Pass wärmten wir uns mit einer leckeren Suppe erstmal auf.
Eigentlich hatten wir keine Lust, die nassen Klamotten nochmals anzuziehen und bei schneeglätte und Kälte auf die Motorräder zu steigen. Doch wir mussten in Richtung Norden weiterfahren. Diesmal kauften wir ohne erst darüber nachzudenken die österreichische Autobahnvignette, wir wollten möglichst schnell aus dieser Kälte rauskommen. Hinter Traunstein fanden wir beim dritten Versuch ein Dorfpension zum Übernachten.
Wir wurden freundlich aufgenommen, obwohl wir uns unter den kartenspielenden Eingeborenen wie Außerirdische vorkamen. ;-)

Der Montag, 6. Otkober, bescherte uns trotz aller Befürchtungen einen sonnigen Heimweg (bis Landshut auf der Landstraße).
Die Baghira hatte auf dieser Tour nicht einmal einen leeren Tank und wir mussten auch sonst keine Pannen erleiden. Das war fast schon langweilig ;-)
Von der BMW, bei der die Batterie kaputtging, der KTM mit leckender Telegabel und Ronnys Augenverletzung will ich mal absehen...
Es war trotzdem wieder einmal eine schöne, erlebnisreiche Tour.

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